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SPENDE

Das Einmaleins des Politikmachens für Jugendliche

 

Politik zu machen bedeutet, viel reden zu dürfen und alle dazu zu bringen, dass sie Euch zuhören. Die große Kunst besteht dabei allerdings darin, Euer Gegenüber mit Argumenten zu überzeugen und einen Kompromiss zu finden; einen, der das Wohl von so vielen Beteiligten wie möglich zum Ziel hat.

Eigentlich ist Politik zu machen gar nicht so schwer, wie wir immer meinen. Unser politisches System in Deutschland beruht auf einem einfachen Prinzip, das keinem von uns fremd und deshalb recht einfach ist: Wir diskutieren in einer größeren Gruppe und treffen eine (demokratische) Einigung, einen sogenannten Konsens. Somit kann eine Entscheidung getroffen werden, die die Wünsche einer größtmöglichen Mehrheit berücksichtigt.
Da nun aber nicht jeder von uns immer die Zeit und die Energie hat, seine eigene Meinung zu vertreten, tuen dies manchmal andere Menschen für uns. Sie repräsentieren und vertreten unsere Ideen und Wünsche vor einer anderen Interessengruppe.

Wenn wir uns ein bisschen mehr Gedanken über das machen, was hier geschrieben steht, dann stellen wir fest, dass Politik nicht erst in einem Parlament beginnt, sondern im Grunde auch schon in der Familie und im Freundeskreis stattfindet. Es geht immerzu darum, Entscheidungen zu treffen, die die Wünsche von so vielen Beteiligte wie möglich respektiert.

Wenn wir wissen wie, dann kann es Spaß machen, Politik zu machen, zu diskutieren, zu überzeugen und überzeugt zu werden.

Unser politisches System in Deutschland ist demokratisch und als Mitglieder dieser demokratischen Gesellschaft  seid Ihr als Individuen ein Teil dieses Systems. Denn in einer Demokratie habt Ihr das Recht, mit zu bestimmen und zu sagen, wie der Hase läuft. Ihr sagt, was Ihr denkt und was Ihr Euch wünscht und sucht den Kompromiss mit Eurem Gegenüber.

Das Duden-Lexikon beschreibt ein System als eine Menge von Elementen, zwischen denen eine Beziehung besteht. Und weil diese Elemente in Beziehung zueinander sind, bilden sie eine Einheit. Ist weniger kompliziert als es zunächst klingt: Wenn wir davon ausgehen, dass wir, die Menschen als Individuum ein (wichtiges) Element der Gesellschaft sind und wir untereinander in unterschiedlicher Beziehung stehen, befinden wir uns seit jeher schon in einem System; die Familie, in die wir hineingeboren werden, unser Freundeskreis, unsere Schulklasse, unsere Gemeinde, unsere Stadt – all dies sind Systeme, in denen wir uns aufhalten und an denen wir tagtäglich teilnehmen.

Als Mitglieder eines Gemeinswesens, der Gesellschaft in München zum Beispiel, sind wir automatisch Teil des politischen Systems dieser Stadt. Wie aktiv wir uns an diesem System beteiligen, hängt allerdings von jedem einzelnen selbst ab.

Wenn Ihr sagt, was Ihr denkt und was Ihr Euch für unsere Gesellschaft wünscht, habt Ihr bereits den ersten wichtigen Schritt getan: Ihr partizipiert, das heißt Ihr beteiligt Euch an Politik. Wenn Ihr Euch dann auch noch in unterschiedlichen Organisationen und Vereinen engagiert und mit Eurer Arbeit überzeugt, dann, wer weiß, wann wir Euch das erste Mal im Fernsehen bewundern dürfen ;)

„Partizipation“ ist ein ursprünglich lateinisches Wort, das Teilhaben, Teilnehmen und Beteiligtsein bezeichnet. Wenn wir nun also von Politischer Partizipation sprechen, dann meinen wir das Beteiligtsein am Politischen System damit.
Als Individuum sind wir Mitglieder einer größeren Einheit, eines gesellschaftlichen Systems. In diesem System vertreten wir unsere Meinungen entweder selbst oder wir lassen sie uns vertreten. Über Kommunalwahlen zum Beispiel wählen wir VertreterInnen, die unsere Meinungen vertreten. Oder es gibt Vereine und Organisationen, die für unsere Vorstellungen und Rechte einstehen.

Es gibt unzählig viele Möglichkeiten der politischen Partizipation. Jedoch geht es immerzu darum, an den Entwicklungen der Gesellschaft teilzunehmen und seinen Einfluss als Individuum geltend zu machen. Politisch zu partizipieren bedeutet demnach auch, Verantwortung zu übernehmen; für uns selbst, für Menschen, zu denen wir uns verbunden fühlen und für die gesamte Gesellschaft. Partizipieren kannst Du also auch schon dann, wenn Du wählen gehst oder Dich in einem Verein, einer Organisation oder einer Partei engagierst.

Und, ganz wichtig, Partizipation, also das Teilnehmen an Politik, macht Freude: Ganz viele Menschen, die Dir zuhören, Deine Meinung respektieren und einen Austausch mit Dir suchen.